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Intelligenz- und Entwicklungsskalen für Kinder und Jugendliche

 PSYNDEX Tests-Dokument: 9007775
 

IDS-2 - Intelligenz- und Entwicklungsskalen für Kinder und Jugendliche (PSYNDEX Tests Review)

 

Intelligence and Development Scales - 2/author

 Grob, A. & Hagmann-von Arx, P.
 (2018). IDS-2. Intelligence and Development Scales - 2. Intelligenz- und Entwicklungsskalen für Kinder und Jugendliche [Testkoffer mit Manual zu Theorie, Interpretation und Gütekriterien, Manual zur Durchführung und Auswertung, Protokollbögen, Testbögen, Aufgabenblätter, Aufgabenhefte, Aufstellordner, Auswerteschablonen und Stimulusmaterial]. Bern: Hogrefe.

Preis: 1450,00 Euro (Test komplett; Stand: 5.6.2019)

 Bezugsquelle: Testzentrale, Herbert-Quandt-Straße 4, D-37081 Göttingen; E-Mail: info@testzentrale.de; URL: https://www.testzentrale.de/; Stand: 1.5.2021.
Anmerkung: Im Hogrefe TestSystem kann mit der neuen NormViewer-Technologie Einblick in die kontinuierliche Normierung der IDS-2 genommen werden

 Adresse(n): o Prof. Dr. Alexander Grob, Universität Basel, Fakultät für Psychologie, Lehrstuhl Entwicklungs- und Persönlichkeitspsychologie, Missionsstrasse 60/62, CH-4055 Basel, SCHWEIZ ; E-Mail: alexander.grob@unibas.ch ; URL: https://psychologie.unibas.ch/de/personen/alexander-grob/ ; Stand: 30.01.2019
o PD Dr. Priska Hagmann-von Arx, Universität Basel, Fakultät für Psychologie, Missionsstrasse 60/62, CH-4055 Basel, Schweiz ; E-Mail: priska.hagmann-at-unibas.ch ; URL: https://forschdb2.unibas.ch/inf2/profiles_view/profile_view.php?pid=4c5636a9aef11&int=2 ; Stand: 31.01.2019
 WWW-Informationen:
 

Abstract

Diagnostische Zielsetzung:
Die IDS-2 diagnostizieren Übereinstimmungen und Ähnlichkeiten in der Entwicklung kognitiver, motorischer, sozial-emotionaler und motivationaler Eigenschaften sowie in den schulbezogenen Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen, sie tragen zur Beschreibung und Erklärung von interindividuell unterschiedlichen Entwicklungsverläufen bei und untersuchen aus individueller Perspektive das Zusammenspiel dieser Funktionsbereiche. Mögliche Anwendungskontexte sind die Berufs- und Laufbahnberatung, die Entwicklungs- und Schulpsychologie, die Erziehungs- und Familienberatung, die Kinder- und Jugendpsychiatrie oder die Sonder- und Heilpädagogik.


Aufbau:
Die Skalen der IDS-2 gliedern sich in die beiden Funktionsbereiche (1) Kognitive Funktionen und (2) Allgemeine Entwicklungsfunktionen. Zu den (1) Kognitiven Funktionen gehören die Messung der Intelligenz (IQ-Wert, IQ-Screening und IQ-Profil) und die der Exekutiven Funktionen. Die Intelligenzmessung umfasst die Faktoren Verarbeitung Visuell (Untertests: Figuren nachlegen, Plättchen legen), Langzeitgedächtnis (Untertests: Geschichte nacherzählen, Bild beschreiben), Verarbeitungsgeschwindigkeit (Untertests: Zwei Merkmale durchstreichen, Kästchen durchstreichen), Kurzzeitgedächtnis Auditiv (Untertests: Zahlen- und Buchstabenreihen nachsprechen, Gemischte Zahlen und Buchstabenreihen nachsprechen), Kurzzeitgedächtnis Räumlich-Visuell (Untertests: Figuren wiedererkennen, Rotierte Figuren wiedererkennen), Denken Abstrakt (Untertests: Matrizen ergänzen, Unpassende Bilder erkennen) und Denken Verbal (Untertests: Kategorie nennen, Gegenteile nennen). Anzahl und Umfang der getesteten Intelligenzfaktoren variieren in Abhängigkeit der gewünschten Intelligenzmaße. Zu den Exekutiven Funktionen gehören die vier Untertests Wörter nennen, Aufmerksamkeit aufteilen, Tierfarben nennen und Wege einmal entlangfahren. Die (2) Allgemeinen Entwicklungsfunktionen umfassen die Funktionsbereiche Psychomotorik (Untertests: Grobmotorik, Feinmotorik, Visuomotorik), Sozial-Emotionale Kompetenz (Untertests: Emotionen erkennen, Emotionen regulieren, Sozial-kompetent handeln), Schulische Kompetenzen (Untertests: Logisch-mathematisches Denken, Sprachliche Fähigkeiten, Lesen, Rechtschreiben) und Arbeitshaltung (Untertests: Gewissenhaftigkeit, Leistungsmotivation).


Grundlagen und Konstruktion:
Die IDS-2 sind eine Weiterentwicklung der Intelligence and Development Scales (IDS; Grob, Meyer & Hagmann-von Arx, 2009, 2013). Theoretisch basieren die IDS-2 auf einschlägigen Modellannahmen und empirischen Befunden zu den jeweiligen Funktionsbereichen; messtheoretische Grundlage ist die Klassische Testtheorie. Die IDS-2 wurden in einem mehrstufigen Entwicklungsprozess konstruiert, geleitet von dem Ziel, für den Altersbereich der 10-20-Jährigen ein international anschlussfähiges Diagnostikum zu entwickeln.


Empirische Prüfung und Gütekriterien:
Reliabilität: Die Reliabilitäten der kognitiven Funktionsbereiche sind ebenso wie die Gesamtwerte der Schulischen Kompetenzen und Arbeitshaltung als gut zu bewerten. Gleiches gilt für die Mitarbeit während der Testsituation. Für die Gesamtwerte Psychomotorik und Soziale Kompetenz ist die Reliabilität ausreichend.
Validität: Die Ergebnisse konfirmatorischer Faktorenanalysen bestätigen die faktorielle Validität des Funktionsbereiches Intelligenz. Korrelative Befunde deuten auf die Konstruktvalidität der Funktionsbereiche Intelligenz, Exekutive Funktionen und der Psychomotorik hin. Für die differenzielle Validität der Funktionsbereiche sprechen Leistungsunterschiede zwischen klinisch-auffälligen Kindern und Jugendlichen und gesunden Kontrollpersonen.
Normen: Die IDS-2 wurden an einer repräsentativen Stichprobe von 1 672 Kindern und Jugendlichen normiert. Es liegen altersspezifische Normen (5;0 bis 20;11 Jahre) vor. Darüber hinaus wurden für die Funktionsbereiche Intelligenz, Exekutive Funktionen, Psychomotorik, Sozial-Emotionale Kompetenz und Schulische Kompetenzen für den Altersbereich von 5;0 bis 14;11 Jahre Altersäquivalente bestimmt. Zusätzlich liegen für Intelligenzwerte und -faktoren 95 %-Konfidenzintervalle und Prozentränge vor.

 

Testkonzept

 

Theoretischer Hintergrund

Die Intelligenz- und Entwicklungsskalen für Kinder und Jugendliche (IDS-2; Grob & Hagmann-von Arx, 2018) sind eine Weiterentwicklung der Intelligence and Development Scales (IDS; Grob, Meyer & Hagmann-von Arx, 2009, 2013), die ihrerseits auf den Kramer-Intelligenztest (KIT; Kramer, 1972) zurückgehen. Den IDS-2 liegt ein kompetenzorientiertes Entwicklungsverständnis zugrunde, demzufolge sich Entwicklung durch eine konstruktive Anpassung an die soziale und physikalische Umwelt vollzieht. Diese Anpassungsleistung basiert auf dem Zusammenspiel von assimilativen und akkomodativen Prozessen (Weinert & Weinert, 2006). Als relevante Funktionsbereiche dieser Entwicklungsprozesse differenzieren Grob und Hagmann-von Arx (2018a) Intelligenz und Exekutive Funktionen als Kognitive Entwicklungsfaktoren von den Allgemeinen Entwicklungsfunktionen Psychomotorik, Sozial-Emotionale Kompetenz, Schulische Kompetenzen und Arbeitshaltung.
Als Rationale für die Intelligenzdiagnostik im Rahmen der IDS-2 verweisen die Testautoren u. a. auf die prädiktive Validität der Intelligenz zur Vorhersage schulischer Leistungen sowie auf die Zusammenhänge zwischen Intelligenz und Arbeitsleistung, sozioökonomischem Status, Lebensqualität, gesundheitsbezogenem Verhalten und Lebensdauer. Zur Konzeptualisierung der Intelligenz rekurrieren die Testautoren auf die hierarchisch strukturierte Cattell-Horn-Carroll-Theorie der Intelligenz (CHC-Theorie; McGrew, 2005) und entwickeln das IDS-2-Intelligenzmodell mit einem auf oberster Ebene angesiedelten Allgemeinen Intelligenzfaktor (g-Faktor). Er gliedert sich in die sieben, IDS-2-spezifischen Intelligenzfaktoren Verarbeitung Visuell, Verarbeitungsgeschwindigkeit, Kurzzeitgedächtnis Auditiv, Kurzzeitgedächtnis Räumlich-Visuell, Denken Abstrakt, Denken Verbal und Langzeitgedächtnis.
Für die diagnostische Bedeutsamkeit von exekutiven Funktionen führen die Testautoren empirische Ergebnisse an, wonach die Exekutivfunktionen bei Kindern im Vorschulalter mit der Sprachfähigkeit, der fluiden Intelligenz, der motorischen Koordinationsfähigkeit und der Selbstregulation korrelieren (zsf. Grob & Hagmann-von Arx, 2018a). Des Weiteren verweisen sie auf Zusammenhänge zwischen dem Schulerfolg und Defiziten in, den exekutiven Funktionen untergeordneten, Fähigkeiten (z. B. Zeit- und Aufgabenmanagement, Planungskompetenz) sowie auf klinische Befunde zu defizitären Exekutivfunktionen und dem Vorliegen psychischer Beeinträchtigungen bei Kindern und Jugendlichen. Exekutive Funktionen ermöglichten als Regulations- und Kontrollprozesse "zielorientiertes und situationsangepasstes Handeln" (Grob & Hagmann-von Arx, 2018a, S. 26). Sie werden durch inhibitorische Mechanismen (Diamond, 2013), das Arbeitsgedächtnis (Baddeley, 2003) und die kognitive Flexibilität (Fisk & Sharp, 2004) gesteuert.
Aufgrund ihrer Bedeutsamkeit für die kindliche Entwicklung (Piek, Baymann & Barrett, 2006) diagnostizieren die IDS-2, als eine der Allgemeinen Entwicklungsfunktionen, die Psychomotorik: Erhoben werden Bewegungen der Grob- und Feinmotorik sowie Fähigkeiten der Visuomotorik. Theoretischer Hintergrund dieser Komponenten sind die Differenzierungen der Psychomotorik nach Bös (2001) und Roth (1982). Zur Ontogenese der Psychomotorik postulieren die Testautoren im frühen Kleinkindalter primär Wachstumsprozesse. Im mittleren Kindesalter werden Fortschritte in Koordinationsleistungen mit verbesserten Informationsverarbeitungsfähigkeiten in Verbindung gebracht. Hormonelle und biologische Wachstums- und Reifungsprozesse sollen den Verlauf der psychomotorischen Entwicklung im frühen Jugendalter prägen.
Mit Hinsch und Pfingsten (2002) definieren Grob und Hagmann-von Arx (2018a) eine weitere Facette der IDS-2, die soziale Kompetenz, als "die Verfügbarkeit und Anwendung kognitiver, emotionaler und motorischer Verhaltensweisen, die zu einem langfristig günstigen Verhältnis positiver und negativer Konsequenzen in zwischenmenschlichen Situationen führen" (S. 32). Zu ihrer Erfassung rekurrieren die Testautoren auf die hierarchisch strukturierte Theorie der sozial-emotionalen Kompetenz von Rose-Krasnor (1997). In Übereinstimmung mit Halberstadt, Denham und Dunsmore (2001) gehen die Testautoren weiter davon aus, dass gelingende soziale Interaktionen ein umfassendes Emotionsverständnis erfordern. Dazu gehören die Wahrnehmung der eigenen Emotionen, das Erkennen der Emotionen des Interaktionspartners und eine angemessene Emotionsregulation. Dementsprechend erheben die IDS-2 die Fähigkeiten Emotionen zu erkennen, zu regulieren und sozial kompetent zu handeln. Eine altersgerechte Operationalisierung der Konstrukte leiten Grob und Hagmann-von Arx (2018a) aus theoretischen Überlegungen und empirischen Befunden zur Entwicklung dieser Kompetenzen ab.
Die dritte Gruppe der Allgemeinen Entwicklungsfunktionen bilden die schulischen Kompetenzen, differenziert erfasst nach den Funktionsbereichen Logisch-mathematisches Denken, Sprachliche Fähigkeiten sowie Lesen und Rechtschreiben. Die IDS-2 erfassen Logisch-mathematisches Denken anhand von curricular ausgerichteten Aufgaben, die über eine quantitative Erfassung der Rechenleistung hinaus die prozesshaften und systematischen Züge der mathematischen Bildung abbilden. Zur Beschreibung und Erklärung des logisch-mathematischen Denkens gehen Grob und Hagmann-von Arx (2018a) davon aus, dass logisch-mathematisches Denken sinnesnah gebunden und entsprechendes Wissen in mentalen Netzwerken gespeichert ist. Während semantische Netzwerke als Wissensbasis einfacher Rechenaufgaben postuliert werden, sollen zur Lösung von schwierigen Aufgaben Lösungsalgorithmen, durch die phonologische Schleife und die zentrale Exekutive des Arbeitsgedächtnisses (Baddeley, 2003) generiert, angewendet werden. Weiter werden in der Ontogenese des logisch-mathematischen Denkens "fortschreitende Differenzierungen von Strukturen, Verknüpfungen und Operationen an und mit Zahlen und Termen sowie geometrischen Objekten" angenommen (Grob & Hagmann-von Arx, 2018a, S. 37). Die altersgebundenen Aufgabenanforderungen der IDS-2 zeichnen diese Entwicklung nach.
Sprachliche Fähigkeiten gelten als Basisfähigkeiten für den Erwerb und die Weitergabe von Wissen. Dementsprechend referieren die Testautoren eine Fülle von empirischen Zusammenhängen zwischen diesen Fähigkeiten und der Ausprägung respektive Entwicklung von Kompetenzen unterschiedlichster Funktionsbereiche (Grob & Hagmann-von Arx, 2018a). Die Testung der sprachlichen Fähigkeiten durch die IDS-2 umfasst Phonologische Informationsverarbeitungsprozesse, Sprachverständnis und Sprachproduktion. Die theoretische Basis dazu liefern Grimm und Weinert (2002). Ihren Überlegungen zufolge liegen dem Sprachverständnis und der Sprachproduktion prosodische, linguistische und pragmatische Wissenssysteme zugrunde. Die prosodischen Kompetenzen umfassen die phonologische Bewusstheit, die Phonemwahrnehmung, das phonologische Arbeitsgedächtnis und den Abruf phonologischer Repräsentationen aus dem Langzeitgedächtnis. Phonologische Bewusstheit und Phonemwahrnehmung werden insbesondere mit dem Schriftspracherwerb in Zusammenhang gebracht; Defizite in der phonologischen Informationsverarbeitung gelten als Kernsymptome der Lese-Rechtschreibstörung (zsf. Grob und Hagmann-von Arx, 2018a). Zur Entwicklung des Sprachverständnisses führen die Testautoren aus, dass die meisten Kinder die grammatikalischen Regeln bis zum fünften Lebensjahr korrekt anwenden und über ein implizites Sprachwissen verfügen. In der weiteren Entwicklung werden metalinguistische Kompetenzen erworben. Entsprechend diesem Entwicklungsverlauf diagnostizieren die IDS-2 die verbalen Fähigkeiten altersgebunden.
Als eine weitere Komponente der Allgemeinen Entwicklungsfunktionen prüfen die IDS-2 die Arbeitshaltung während der Testsituation, differenziert in Gewissenhaftigkeit und Leistungsmotivation. Die Bedeutung der Gewissenhaftigkeit für die IDS-2 erschließen Grob und Hagmann-von Arx (2018a) aus den vielfach belegten positiven Zusammenhängen zwischen dieser Persönlichkeitseigenschaft und dem Erfolg in leistungsbezogenen Situationen sowie der Zufriedenheit im persönlichen und zwischenmenschlichen Bereich. Zur theoretischen Konzeptualisierung der Gewissenhaftigkeit ziehen sie das Big-Five-Persönlichkeitsmodell (Costa & McCrae, 1995) heran. Die Operationalisierung erfolgt in Anlehnung an die von Ostendorf und Angleitner (2004) unterschiedenen Facetten der Gewissenhaftigkeit. Weiter stützen die Testautoren sich auf empirische Ergebnisse zum Entwicklungsverlauf von Gewissenhaftigkeit.
Für die Begründung der Leistungsmotivationsdiagnostik verweisen die Testautoren auf die positiven Zusammenhänge zwischen der Leistungsmotivation und Erfolgen in Schule, Ausbildung und Beruf, die konsistent über verschiedene Altersgruppen zu beobachten sind (vgl. Grob & Hagmann-von Arx, 2018a). Zur theoretischen Verankerung des Konstruktes führen sie in theoretische Annahmen zur Entstehung der Leistungsmotivation ein (Heckhausen, 1974). Sie stellen neben Erwartungs-mal-Wert-Modellen der Leistungsmotivation verwandte Konzepte (Selbstwirksamkeitserwartung, Fähigkeitsselbstkonzept) vor und greifen die Differenzierung in Lern- und Leistungsziele auf. Diesen theoretischen Annahmen entsprechend verstehen Grob und Hagmann-von Arx (2018a) Leistungsmotivation als ein "facettenreiches und heterogenes Konstrukt" (S. 48), das sie getrennt nach den Bereichen Leistungsfreude, Lernbereitschaft, Leistungsorientierung, Schwierigkeitspräferenz, Durchhaltevermögen und Leistungsstolz im IDS-2 operationalisieren.
 

Testaufbau

Die Skalen der IDS-2 gliedern sich in die beiden Funktionsbereiche (1) Kognitive Funktionen und (2) Allgemeine Entwicklungsfunktionen.
(1) Zu den Kognitiven Funktionen gehören die Messung der Intelligenz und die der Exekutiven Funktionen. Die Intelligenzmessung umfasst bis zu sieben Faktoren. Diese sind Verarbeitung Visuell (Untertests: Figuren nachlegen, Plättchen legen), Langzeitgedächtnis (Untertests: Geschichte nacherzählen, Bild beschreiben), Verarbeitungsgeschwindigkeit (Untertests: Zwei Merkmale durchstreichen, Kästchen durchstreichen), Kurzzeitgedächtnis Auditiv (Untertests: Zahlen- und Buchstabenreihen nachsprechen, Gemischte Zahlen und Buchstabenreihen nachsprechen), Kurzzeitgedächtnis Räumlich-Visuell (Untertests: Figuren wiedererkennen, Rotierte Figuren wiedererkennen), Denken Abstrakt (Untertests: Matrizen ergänzen, Unpassende Bilder erkennen) und Denken Verbal (Untertests: Kategorie nennen, Gegenteile nennen). Anzahl und Umfang der getesteten Intelligenzfaktoren variieren in Abhängigkeit der Fragestellung: Für ein IQ-Screening werden die beiden Untertests Matrizen ergänzen und Kategorien nennen herangezogen, zur Bildung des IQ wird nur jeweils der erstgenannte Untertest pro Faktor vorgegeben; wird ein IQ-Profil gewünscht, werden alle Faktoren mit beiden Untertests erhoben. Zu den Exekutiven Funktionen gehören die vier Untertests "Wörter nennen", "Aufmerksamkeit aufteilen", "Tierfarben nennen" und "Wege einmal entlangfahren".
(2) Die Allgemeinen Entwicklungsfunktionen umfassen die Funktionsbereiche Psychomotorik (Untertests: Grobmotorik - nur für 5-10-Jährige -, Feinmotorik, Visuomotorik), Sozial-Emotionale Kompetenz (Untertests: Emotionen erkennen - nur für 5-10-Jährige -), Emotionen regulieren, Sozial-kompetent handeln), Schulische Kompetenzen (Untertests: Logisch-mathematisches Denken, Sprachliche Fähigkeiten - für 5-10-Jährige -, Lesen - für 7-20-Jährige -, Rechtschreiben) und für 11-20-Jährige die Arbeitshaltung (Untertests: Gewissenhaftigkeit, Leistungsmotivation).
Die Funktionsbereiche werden in der Reihenfolge Intelligenz, Teil 1, Teil 2, Exekutive Funktionen, Psychomotorik, Sozial-Emotionale Kompetenz, Schulische Kompetenzen und Arbeitshaltung getestet. Abhängig von der jeweiligen Fragestellung wird ein modularer Einsatz der Funktionsbereiche empfohlen.
 

Auswertungsmodus

Im ersten Schritt werden die Punkte der Aufgaben pro Untertest aufsummiert und in die zugehörigen Protokollbögen eingetragen, bevor diese Rohwertsummen in ein Auswertungsprogramm übertragen werden. Es übernimmt die Umwandlung der Rohwertsummen in Wertpunkte (WP; M = 10; SD = 3), die inter- und/oder intraindividuell bewertet werden können. Für eine interindividuell ausgerichtete Diagnostik werden die WP der entsprechenden Altersnorm als Referenz zugeordnet. Die Testergebnisse können als Ergebnisberichte der einzelnen Funktionsbereiche ausgegeben und als Gesamtentwicklungsprofil über alle Funktionsbereiche hinweg dargestellt werden. Zusätzlich werden Altersäquivalente für die Rohwertsummen aller Untertests für den Altersbereich der 5;3-Jährigen bis 14;11-Jährigen zur Verfügung gestellt. Weiter liegen für die Untertests des Funktionsbereiches Schulische Kompetenzen klassenspezifische Normen als Wertpunktäquivalente vor.
Für einen intraindividuellen Vergleich der kognitiven und allgemeinen Entwicklung ermittelt das Auswertungsprogramm Stärken und Schwächen des Probanden in Relation zu seinen durchschnittlichen Fähigkeiten. Dies geschieht zum einen auf der Ebene der Funktionsbereiche (Wertpunktmittelwert WPM), basierend auf den Leistungen in den einzelnen Untertests, zum anderen auf der Ebene der Gesamtentwicklung (Gesamtwertpunktmittelwert GWPM) unter Berücksichtigung der mittleren Leistungen in den einzelnen Funktionsbereichen. Anhand der Wertpunktstandardabweichung der Normierungsstichprobe wird weiter ein Wertpunktband auf Ebene der Funktionsbereiche respektive der Gesamtentwicklung ermittelt, das intraindividuelle Abweichungen im Leistungsprofil indiziert. Die Berechnung der WPM erfolgt spezifisch für die einzelnen Funktionsbereiche und abhängig vom Alter der Probanden.
 

Auswertungshilfen

Für die Auswertung liegen Auswertungsschablonen und Protokollbogen vor. Weiter erleichtert ein elektronisches Testauswertungsprogramm im Hogrefe Testsystem 5 (HTS 5) die Auswertung.
 

Auswertungszeit

Die Auswertungsdauer wird nicht angegeben. Die computerisierte Auswertung bedeutet einen minimalen Zeitaufwand.
 

Itembeispiele

Anmerkung: Die Itembeispiele entstammen dem Manual zu Durchführung und Auswertung (Grob & Hagmann-von Arx, 2018b).
(1) Kognitive Funktionen
Kurzzeitgedächtnis Auditiv: Zahlen- und Buchstabenreihen vorwärts nachsprechen (ZBN), Aufgabe 20: G, K, B, F, D, L, W, M, C, S
Kurzzeitgedächtnis Auditiv: Zahlen- und Buchstabenreihen rückwärts nachsprechen (ZBN), Aufgabe 20: K, W, F, C, S, B, M, G, L
Denken Verbal: Kategorien nennen, Aufgabe 34: "Jetzt sage ich dir andere Wörter, die zusammengehören: Hermeneutik - Exegese - Rezeption. Was haben die Wörter gemeinsam, wie heißt der Oberbegriff?"
(2) Allgemeine Entwicklungsfunktionen
Grobmotorik für 5-10-Jährige, Aufgabe: Auf einem Seil balancieren (mit offenen und geschlossenen Augen), einen Ball fangen und werfen, seitlich über ein Seil springen.
Grobmotorik für 11-20-Jährige, Aufgabe 6, kein Beitrag zur Teamarbeit: "Stell dir vor, ihr macht in der Schule eine Teamarbeit. Du trägst kaum etwas zur Teamarbeit bei. Deine Schulkameradinnen/Schulkameraden beschweren sich bei dir. Was solltest du am besten sagen?"
Schulische Kompetenzen, Rechtschreiben für 14-20-Jährige, Wörter nach Diktat schreiben.
Funktionsbereich Arbeitshaltung, Gewissenhaftigkeit, Aussage 8: "Ich mache meine Aufgaben sorgfältig".
Funktionsbereich Arbeitshaltung, Leistungsmotivation Aussage 9: "Gute Noten sind mir wichtig".
 

Durchführung

 

Testformen

Je nach Fragestellung ergeben sich verschiedene Testanordnungen oder Testformen der IDS-2. Das IQ-Screening basiert auf zwei Untertests aus Teil 1, der IQ-Wert wird anhand der sieben Untertests von Teil 1 gebildet und das IQ-Profil basiert auf den jeweils sieben Untertests der Teile 1 plus 2. Zur Erfassung der Allgemeinen Entwicklungsfunktionen liegen spezifische Testformen für die Altersgruppen der 5-6-Jährigen, 7-10-Jährigen und 11-20-Jährigen vor. Verschiedene länderspezifische Anpassungen sind in Arbeit (Grob & Hagmann-von Arx, 2018a, S. 87).
 

Altersbereiche

Die IDS-2 eignen sich für Probanden im Alter von 5;0 bis 20;11 Jahren.
 

Durchführungszeit

Die Gesamttestung dauert 3-4 Stunden, je nach gewünschtem IQ-Maß, Alter und Leistungsfähigkeit des Probanden sowie der Erfahrung des Testleiters.
 

Material

Das Material besteht aus einem Manual zu Theorie, Interpretation und Gütekriterien der IDS-2 sowie einem zweiten Manual zur Durchführung und Auswertung der Skalen, nach Funktionsbereichen und Altersgruppen getrennten Protokollbögen, den Testmaterialen, Auswertungsschablonen und einem Online-Auswertungssystem im Hogrefe Testsystem.

Materialliste (Testkoffer komplett; Stand: 22.01.2019):
- Manual zu Theorie, Interpretation und Gütekriterien
- Manual zur Durchführung und Auswertung
- 5 Protokollbögen Intelligenz
- 5 Protokollbögen Intelligenz (IQ-Screening)
- 5 Protokollbögen Exekutive Funktionen
- 5 Protokollbögen Allgemeine Entwicklungsfunktionen für 5-6-Jährige
- 5 Protokollbögen Allgemeine Entwicklungsfunktionen 7-10-Jährige
- 5 Protokollbögen Allgemeine Entwicklungsfunktionen für 11-20-Jährige
- 40 Nutzungen der elektronischen Auswertung im HTS 5
- 5 Testbogen Zwei Merkmale Durchstreichen für 5-9-Jährige
- 5 Testbogen Zwei Merkmale Durchstreichen für 10-20-Jährige
- 5 Aufgabenblätter Plättchen legen für Aufgaben 1 und 2 für 5-20-Jährige
- 5 Aufgabenblätter Plättchen legen für Aufgaben 3 und 4 für 9-20-Jährige
- 5 Testbogen Kästchen durchstreichen für 5-9-Jährige
- 5 Testbogen Kästchen durchstreichen für 10-20-Jährige
- 5 Testbogen Aufmerksamkeit aufteilen
- 5 Aufgabenhefte Wege einmal entlangfahren
- 5 Aufgabenhefte Visuomotorik
- 5 Aufgabenhefte Mathematik
- 5 Schreibhefte, Aufstellordner 1 (Intelligenz Teil 1)
- Aufstellordner 2 (Intelligenz Teil 2)
- Aufstellordner 3 (Exekutive Funktionen)
- Aufstellordner 4 (Allg. Entwicklungsfunktionen Teil 1)
- Aufstellordner 5 (Allg. Entwicklungsfunktionen Teil 2)
- Zusatzordner
- Leseheft
- Lösungsheft (Rechtschreiben)
- Fine Liner
- Auswerteschablone Zwei Merkmale durchstreichen für 5-9-Jährige
- Auswerteschablone Zwei Merkmale durchstreichen für 10-20-Jährige
- Auswerteschablone Kästchen durchstreichen für 5-9-Jährige
- Auswerteschablone Kästchen durchstreichen für 10-20-Jährige
- Auswerteschablone Plättchen legen für Aufgaben 1 und 2
- Auswerteschablone Plättchen legen für Aufgabe 3 und 4
- Auswerteschablone Aufmerksamkeit aufteilen
- Auswerteschablone Visuomotorik Figuren abzeichnen Aufgaben 1 und 2
- Auswerteschablone Visuomotorik Figuren abzeichnen Aufgaben 3 und 4
- Auswerteschablone Visuomotorik Figuren abzeichnen Aufgaben 5 und 6
- Auswerteschablone Visuomotorik Figuren spiegeln Aufgaben 1 und 2
- Auswerteschablone Visuomotorik Figuren spiegeln Aufgaben 3 und 4
- Auswerteschablone Visuomotorik Figuren spiegeln Aufgabe 5
- Mappe für Auswerteschablonen
- gefüllte Schachtel mit Stimulusmaterial.
 

Instruktion

Für alle Aufgaben liegen schriftliche Instruktionen vor, die dem Probanden vorgelesen werden. Darüber hinaus geben die Testautoren allgemeine Hinweise zur Anwendung der IDS-2. Diese betreffen die Testsituation, Testmaterialien und Testatmosphäre. Des Weiteren werden Empfehlungen zu einer möglichen Testunterbrechung sowie Erläuterungen zu Einstiegs-, Umkehr-, Abbruch- und Zeitregeln gegeben; Lösungsbewertungen werden verdeutlicht.
 

Durchführungsvoraussetzungen

Der/die Testleiter/in sollte insbesondere routiniert im Umgang mit den Testmaterialien des IDS-2 sein.
 

Testkonstruktion

Zunächst verfolgten die Testautoren das Ziel, den Anwendungsbereich der Vorläuferversion IDS (Grob et al., 2009) für Kinder von 5 bis 10 Jahren auf den Altersbereich der 10-20-Jährigen auszudehnen. Im Ergebnis eines iterativen Prozesses, bestehend aus der Entwicklung, Evaluation und Revision von Testaufgaben und -anweisungen, entstand eine Testvorform, deren Aufgaben, basierend auf der Klassischen Testtheorie, nach Trennschärfe und Schwierigkeit selektiert wurden. Um die internationale Anschlussfähigkeit an die Diagnostik relevanter Entwicklungsfunktionen zu erhalten, entschlossen sich die Testautoren im Weiteren dazu, beide Altersgruppen in einem Test für die Altersspanne 5 bis 20 Jahre zusammenzuführen. In dem sich anschließenden Entwicklungs-, Normierungs- und Validierungsprozess beteiligten sich Forscher und Praktiker verschiedener europäischer Länder, um das Aufgabenmaterial der IDS-2 "auf internationale Kompatibilität und mögliche kulturelle Verzerrungen hin zu prüfen" (Grob & Hagmann-von Arx, 2018a, S. 87).
 

Gütekriterien

 

Objektivität

Die Standardisierung der ISD-2, präzise Hinweise zu ihrer Durchführung, detaillierte Regeln zur Bewertung der Rohwerte (s. Manual zur Durchführung und Auswertung), ihre computergestützte Transformation in Wertpunkte, Interpretationshilfen und Fallbeispiele gewährleisten eine objektive Durchführung, Auswertung und Interpretation der Testergebnisse.
 

Reliabilität

Basierend auf der Normstichprobe analysierten Grob und Hagmann-von Arx (2018) die Homogenität der Skalen getrennt nach fünf Altersgruppen. Zusätzlich untersuchten sie die Retest-Stabilität der Intelligenzmaße an 69 Schweizer Kindern mit einem Retest-Intervall von 9 bis 63 Tagen. Über die gesamte Altersspanne hinweg berichten sie folgende Konsistenzschätzungen (Cronbachs Alpha) für die Intelligenzmaße IQ-Wert: Alpha = .97; IQ-Profil: Alpha = .98; IQ-Screening: Alpha = .95. Für die Intelligenzfaktoren ergaben sich Alpha = .91 (Kurzzeitgedächtnis Räumlich-Visuell) bis Alpha = .98 (Verarbeitungsgeschwindigkeit). Für die Exekutiven Funktionen betrug Alpha = .88 für die Psychomotorik, für die Sozial-Emotionale Kompetenz ergaben sich Werte von Alpha = .86 für die 5-10-Jährigen sowie Alpha = .82 für die 11-20-Jährigen. Für die Schulischen Kompetenzen variierten die Konsistenzen zwischen Alpha = .93 und Alpha = .97, für die Arbeitshaltung zwischen Alpha = .90 und Alpha = .92; für die Mitarbeit war Alpha > .87.
 

Validität

Als Hinweise auf die konvergente und diskriminante Validität der erfassten Kognitiven Funktionen berichten die Testautoren korrelative Befunde zwischen den Untertests der Intelligenz untereinander, Zusammenhänge zwischen den Untertests einerseits und den Intelligenzfaktoren bzw. den Intelligenzmaßen IQ-Wert, IQ-Screening und IQ-Profil auf der anderen Seite sowie Korrelationen zwischen diesen Intelligenzmaßen selbst. Alle Untertests der Intelligenzfaktoren korrelierten statistisch bedeutsam miteinander, die Zusammenhänge zwischen den beiden Untertests desselben Intelligenzfaktors fielen in der Mehrzahl höher aus als die Korrelationen der Untertests verschiedener Faktoren. Im Sinne einer Multitrait-Multimethod-Analyse (Campbell & Fiske, 1959) deutet dieses Korrelationsmuster auf die diskriminante Validität dieser Skalen. Die Korrelationen der Untertests aus Teil 1 (.21 < r < .94) bzw. Teil 2 (.16 < r < .94) mit den Intelligenzfaktoren variierten stark; jeder Untertest korrelierte am höchsten mit dem ihm zugehörigen Faktor (.81 < r < .94). Die Untertests des Screenings, Matrizen ergänzen und Kategorien nennen, korrelierten mit dem IQ-Screening zu r = .82, mit den entsprechenden Intelligenzfaktoren Denken Abstrakt und Denken Verbal zu r = .75 und r = .77. Zwischen den Untertests aus Teil 1 und Teil 2 waren Korrelationen zwischen .57 < r < .69 bzw. zwischen .33 < r < .59 festzustellen. Die Untertests korrelierten mit dem IQ-Wert zwischen .54 < r < .66 bzw. dem IQ-Profil zwischen .44 < r < .65. Die Intelligenzfaktoren selbst korrelierten zwischen .25 < r < .47. Die Zusammenhänge zwischen den Intelligenzfaktoren und dem IQ-Wert bewegten sich zwischen .57 < r < .71. Zwischen IQ-Wert und Screening respektive Profil betrugen die Korrelationen r = .82 bzw. r = .95.
Die Korrelationen der Untertests des Funktionsbereichs Exekutive Funktionen bewegten sich zwischen .48 < r < .78 mit dem exekutiven Gesamtwert. Zwischen den Funktionsbereichen Intelligenz und Exekutive Funktionen ergaben sich plausible Zusammenhänge.
Allgemeine Entwicklungsfunktionen. Zwischen den Untertests der Psychomotorik ergaben sich niedrige Korrelationen, für den Bereich der Sozial-Emotionalen Kompetenz waren niedrige bis mittlere Zusammenhänge festzustellen, die schulischen Kompetenzen korrelierten im mittleren bis hohen Bereich. Eine ebenfalls hohe Korrelation wird für die Maße der Arbeitshaltung berichtet. Die Korrelationen zwischen den Intelligenzmaßen und den Allgemeinen Entwicklungsfunktionen fielen erwartungskonform aus. Zwischen den Exekutiven Funktionen und den Allgemeinen Entwicklungsfunktionen ergaben sich (1) niedrige Korrelationen zur Psychomotorik und der Sozial-Emotionalen Kompetenz, (2) ein hoher Zusammenhang zu den Schulischen Kompetenzen und (3) kein Zusammenhang zur Arbeitshaltung.
Faktorielle Validität. Weiter wurde die strukturelle Validität des Funktionsbereichs Intelligenz mit konfirmatorischen Faktorenanalysen geprüft. Für das IQ-Profil konnte die postulierte theoretische Struktur (Ebene 1: Allgemeine Intelligenz; Ebene 2: sieben Intelligenzfaktoren; Ebene 3: 14 Untertests) bestätigt werden. Insgesamt erklärte die Allgemeine Intelligenz bis zu 82 % (Denken Abstrakt) der Varianz in den Sekundärfaktoren auf, die ihrerseits bis zu 79 % in den Untertests aufklärten. Diese Struktur erwies sich sowohl über die verschiedenen Altersgruppen hinweg als auch gleichermaßen für Jungen und Mädchen gültig. Eine analoge Analyse der faktoriellen Validität des IQ-Wertes ergab ebenfalls eine modellkonforme Passung.
Konstruktvalidität. Zu anderen Instrumenten der Intelligenzdiagnostik, wie z. B. dem Snijders-Oomen Non-verbaler Intelligenztest 6-40 (SON-R 6-40; Tellegen, Laros & Petermann, 2012) ergaben sich hohe, aber keine perfekten Korrelationen. Sie deuteten darauf hin, dass "diese Intelligenztests einerseits ein ähnliches Konstrukt abbilden, das als allgemeine Intelligenz interpretiert werden kann, [...] andererseits auch voneinander unterschiedliche Intelligenzaspekte erfassen" (Grob & Hagmann-von Arx, 2018a, S. 122 f.).
Differentielle Validität. Mittelwertvergleiche zwischen durchschnittlich intelligenten Kindern und Jugendlichen versus überdurchschnittlich Intelligenten bzw. intelligenzgeminderten Kindern und Jugendlichen zeigten, dass die IDS-2 Intelligenzunterschiede zwischen diesen Personengruppen diskriminieren. Darüber hinaus fanden sich Unterschiede in der mittleren Intelligenzleistung (d = 0.61) zwischen Kindern und Jugendlichen mit ADHS, ohne Medikation, und einer unauffälligen Kontrollgruppe. Hinweise auf die diskriminante Validität des Funktionsbereiches Intelligenz gaben außerdem die nicht signifikanten Korrelationen zu der Movement Assessment Battery for Children - Second Edition (M-ABC-2; Petermann, 2015).
Konstruktvalidität der Exekutiven Funktionen. Korrelative Ergebnisse zwischen dem Gesamtwert IDS-2-Exekutive Funktionen und korrespondierenden Skalen, wie z. B. dem Test of Everyday Attention for Children (TEA-Ch; Horn & Jäger, 2008), ergaben im Sinne der konvergenten Validität bedeutsame Zusammenhänge zu den visuell und verbal basierten Testaufgaben.
Zur Überprüfung der differentiellen Validität berichten die Autoren signifikante mittlere Leistungsunterschiede in den Exekutiven Funktionen (d = 0.47) zwischen Probanden mit ADHS, ohne Medikation, und einer unauffälligen Kontrollgruppe.
Allgemeine Entwicklungsfunktionen. Die Korrelation zwischen dem Gesamtwert IDS-Psychomotorik und der M-ABC-2 kann im Sinne der konvergenten Validität des Funktionsbereiches Psychomotorik interpretiert werden. Auf die differentielle Validität der Psychomotorik deuteten erwartungskonforme Leistungsunterschiede zwischen motorisch auffälligen Kindern und Jugendlichen (d = 1.01) bzw. solchen mit einer Autismus-Spektrum-Störung (d = 1.01) und unauffälligen Kontrollgruppen hin.
Die Korrelationen zwischen der IDS-2-Sozial-emotionale Kompetenz und den Skalen theoretisch verwandter Konstrukte fielen niedrig aus und deuteten eine geringe konvergente Validität an.
Eine Mittelwertanalyse der IDS-2-Sozial-emotionale Kompetenz wies auf sozial-emotionale Kompetenzdefizite (d = 0.62) von Probanden mit einer Autismus-Spektrum-Störung verglichen mit unauffälligen Kindern und Jugendlichen hin und spricht für die differentielle Validität von diesem IDS-2-Funktionsbereich.
Plausible Übereinstimmungen zwischen dem Gesamtwert IDS-2-Schulische Leistungen und den Leistungseinschätzungen durch die Eltern sowie den Schulnoten belegten die Kriteriumsvalidität von diesem Funktionsbereich. Hinweise auf die differentielle Validität der IDS-2 ließen sich auch aus den Ergebnissen der Gruppenvergleiche zwischen Kindern und Jugendlichen mit versus ohne Lese- und Rechtschreibstörung (d = 1.31) und dem Vergleich von mathematisch talentierten mit normalbegabten Schüler/innen (d = 1.58) gewinnen.
Für den Funktionsbereich Arbeitshaltung wurden korrelative Zusammenhänge zu den korrespondierenden Skalen von Persönlichkeitsinventaren und Verfahren der Motivationsdiagnostik berechnet. Im Ergebnis zeigten sich stimmige Zusammenhänge im Sinne der konvergenten und diskriminanten Validität.
 

Normierung

Die IDS-2 wurden an 1 672 Kindern und Jugendlichen (Schweiz: n = 973; Deutschland: n = 614; Österreich: n = 85) normiert. Da sich die Untertests in ihren Mittelwerten weder aufgrund der Länderzugehörigkeit noch des Geschlechts der Kinder unterschieden, wurden gemeinsame Normtabellen für Jungen und Mädchen aus dem deutschen Sprachraum erstellt. Die Berechnung der Normwerte erfolgte mit der kontinuierlichen Normierungsmethode, indem die Rohwertverteilung als eine Funktion des Alters (oder der Klasse) geschätzt wurde. Im Ergebnis liegen für alle Probanden einmonatsspezifische Normwerte als Wertpunkte (WP; M = 10; SD = 3) vor. Darüber hinaus wurden für die Rohwertsummen der Funktionsbereiche Intelligenz, Exekutive Funktionen, Psychomotorik, Sozial-Emotionale Kompetenz und Schulische Kompetenzen für den Altersbereich von 5;0 bis 14;11 Jahre Altersäquivalente bestimmt. Intelligenzfaktoren und Intelligenzwerte wurden mit M = 100 und SD = 15 normiert. Aufgrund mangelnder Differenzierungsfähigkeit in den Extrembereichen begrenzen die Testautoren Intelligenzwertangaben auf 55 < IQ < 145. Zusätzlich liegen für Intelligenzwerte und -faktoren 95 %-Konfidenzintervalle und Prozentränge vor.
 

Anwendungsmöglichkeiten

Die IDS-2 diagnostizieren Übereinstimmungen und Ähnlichkeiten in der Entwicklung kognitiver, motorischer, sozial-emotionaler und motivationaler Eigenschaften sowie in den schulbezogenen Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen (universelle Perspektive), tragen zur Beschreibung und Erklärung von interindividuell unterschiedlichen Entwicklungsverläufen bei (differentielle Perspektive) und untersuchen aus individueller Perspektive das Zusammenspiel dieser Funktionsbereiche. Nach Einschätzung der Testautoren eignen sie sich "für das gesamte Spektrum der Entwicklungs- und Leistungsdiagnostik sowie für den klinischen Bereich" (Grob & Hagmann-von Arx, 2018b, S. 9). Berufs- und Laufbahnberatung, Entwicklungs- und Schulpsychologie, Erziehungs- und Familienberatung, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Sonder- und Heilpädagogik werden als mögliche Anwendungsbereiche aufgeführt.
 

Bewertung

Mit den IDS-2 liegt ein international anschlussfähiges Diagnostikum vor, das relevante Funktionsbereiche der kognitiven und allgemeinen Entwicklung in einem breiten Alters- und Anwendungsbereich feststellt. Die einzelnen Funktionsbereiche der IDS-2 sind theoretisch fundiert und ihre Aufnahme in die IDS-2 ist jeweils schlüssig begründet. Das gilt auch für die Messintentionen der Skalen. Was die Konstruktion der IDS-2 betrifft, wünschte man sich über den narrativen Bericht hinaus genauere Angaben, zum Beispiel dazu, ob ursprüngliche Items der IDS-Skalen beibehalten wurden oder, welche Cut-off-Werte für die Kriterien der Itemselektion angelegt wurden.
Positiv hervorzuheben sind die sorgfältig ausgearbeiteten Instruktionen und Regeln zur Durchführung, Auswertung und Interpretation der Testaufgaben, die ein insgesamt objektives Verfahren sicherstellen. Für die Bewertung der Messgenauigkeiten der Funktionsbereiche legen die Autoren unterschiedliche Maßstäbe an, abhängig von der Bedeutsamkeit, welche sie den einzelnen Funktionsbereichen für Entscheidungen auf Individualebene beimessen. Danach stufen sie Intelligenz, Psychomotorik und Schulische Kompetenzen als bedeutsam ein. Exekutive Funktionen, Sozial-Emotionale Kompetenz, Arbeitshaltung und Mitarbeit während der Testsituation werden als weniger bedeutsam gewertet. Diese Klassifikation ist vor dem Hintergrund der von den Testautoren theoretisch und empirisch angeführten Rationalien zum Nachweis der Bedeutsamkeit von eben diesen "nachgeordneten" Funktionsbereichen für die menschliche Entwicklung nicht nachvollziehbar. Dessen ungeachtet sind die Reliabilitäten von IQ-Screening und IQ als gut bis sehr gut zu bewerten. Aufgrund fehlender Angaben zur Profilreliabilität ist eine abschließende Bewertung der Messgenauigkeit des IQ-Profils nicht möglich. Geringer Stichprobenumfang und heterogenes Retestintervall lassen keine schlüssigen Aussagen zu den Retestreliabilitäten für den Funktionsbereich Intelligenz zu. Die Reliabilitäten der übrigen Funktionsbereiche lassen sich wie folgt zusammenfassend bewerten. Auf Ebene der Gesamtwerte sind die Messgenauigkeiten durchweg gut bis sehr gut (vgl. Lienert & Raatz, 1998). Einige der zugehörigen Untertests genügen allerdings nicht den Anforderungen der Individualdiagnostik. Dazu zählen Wörter nennen, Aufmerksamkeit aufteilen, Tierfarben nennen, Grobmotorik, Visuomotorik der Altersgruppe 11-20 Jahre und sozial kompetent handeln. Von einer Interpretation der Testergebnisse auf Ebene dieser Untertests ist daher abzuraten.
Was die Validität des IDS-2 betrifft, sind die berichteten Befunde als Beleg für die Gültigkeit der Skalen zu werten. Weiterführende Analysen zur prädiktiven Validität der Funktionsbereiche sind wünschenswert, nicht zuletzt um die postulierte Wertigkeit der Funktionsbereiche für die Individualdiagnostik empirisch zu belegen.
 

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Originalfassung/Anderssprachige Fassungen

  • Grob, A. & Hagmann-von Arx, P. (2019). IDS-2. IDS Intelligence and Development Scales - 2nd Edition. Boston, MA: Hogrefe.
 

Rezensionen

  • Renner, G. (2019). Grob, A., Hagmann-von Arx, P. (2018). IDS-2. Intelligenz- und Entwicklungsskalen für Kinder und Jugendliche [Neuere Testverfahren]. Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie, 68 (7), 655-670. https://doi.org/10.13109/prkk.2019.68.7.655
 
 Petra Hank (21.05.2019)
 APA-Schlagworte/PSYNDEX Terms:

Classical Test Theory; Computerized Assessment; Test Norms; Pictorial Stimuli; Subtests; Test Battery; Intelligence Measures; Developmental Measures; Cognitive Development; Language Development; Psychosocial Development; Motor Development

Klassische Testtheorie; Computergestützte Messung; Testnormen; Bild-Stimuli; Untertests; Testbatterie; Intelligenztests; Entwicklungstests; Kognitive Entwicklung; Sprachentwicklung; Psychosoziale Entwicklung; Motorische Entwicklung

 weitere Schlagworte:

2009 (IDS); 2013 (IDS-P); 2018 (IDS-2); Hogrefe TestSystem; Nonverbale Tests; Fremdbeurteilung; Handlungsaufgabe; Entwicklungsprofilanalyse; ab 5 Jahre; bis 20 Jahre; 30 Untertests in 6 Funktionsbereichen; A Kognitive Funktionen, Funktionsbereich Intelligenz: 1 Verarbeitung visuell, 2 Langzeitgedächtnis, 3 Verarbeitungsgeschwindigkeit, 4 Kurzzeitgedächtnis auditiv, 5 Kurzzeitgedächtnis räumlich-visuell, 6 Denken abstrakt, 7 Denken verbal, Funktionsbereich Exekutive Funktionen; B Allgemeine Entwicklungsfunktionen: 1 Psychomotorik, 2 Sozial-emotionale Kompetenz, 3 Schulische Kompetenzen, 4 Arbeitshaltung; Untertests: 1-14 Intelligenz, 15-18 Exekutive Funktionen, 19-21 Psychomotorik, 22-24 Sozial-emotionale Kompetenz, 25-28 Schulische Kompetenzen, 29-30 Arbeitshaltung; Normierungs-/Untersuchungsjahr: 2017; Stichprobe(n): 1672
 Klassifikation:

Pädagogische Messung und Beurteilung; Entwicklungstests; Kognitive Entwicklung und Wahrnehmungsentwicklung; Kognitive Prozesse
Allgemeine Entwicklungstests; Mehrdimensionale Intelligenztests
1.2; 2.2
 Anwendungstyp: Individual Diagnosis
 Art der Publikation: Test; Test in Print (90; 911)
 Sprache: German
 Übersetzungen: Danish, Dutch, English, Finnish, Italian, Norwegian, Polish, Portuguese, Swedish
 Land: Switzerland
 Publikationsjahr: 2018
 Änderungsdatum: 201906
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